Wenn das vergangene Fechtjahr ein Filmgenre wäre – Action, Komödie, Drama oder Science-Fiction – welches wäre es und warum?

Ich würde sagen, von jedem etwas. Action hatten wir die ganze Turniersaison über von September bis Ende Juni, angefangen von den Ranglisten-Turnieren auf Landesebene bis hin zu den Europa- und Weltmeisterschaften und den abschließenden Deutschen Meisterschaften im Juni. Dramatisch wurde es bei den Deutschen U17-Meisterschaften, wo unsere U17-Mannschaft gegen Dresden nach spannendem Kampf den Titel holte. Und wie so oft schauspielerte bei Niederlagen der Eine oder die Andere und suchte einen Grund, nur nicht bei sich selber.

Und wenn mir einer zu Saisonbeginn gesagt hätte, dass wir an einem Wochenende drei Deutsche Meistertitel holen werden, hätte ich hin gefragt, ob er einen Science-Fiction Film gesehen hätte.

Welche Lektion aus dem letzten Jahr – auf oder neben der Planche – möchtest du deinen Fechter*innen 2026 besonders mitgeben?

Sei bescheiden, wenn du gewinnst, ertrage Niederlagen mit Würde. Es ist für mich nicht entscheidend, welchen Titel du erreichst, sondern hast du alles gegeben? Ich beurteile dich nicht nach deinen Erfolgen, sondern wie du dich mit deinem Verhalten in der Gemeinschaft dieses Fechtclubs einbringst. Nur als Team sind wir stark und erfolgreich.

Welcher Satz beschreibt für Dich das Fechtjahr 2026 am treffendsten?

Unglaubliche Erfolge!

Wofür bist du im Verein dieses Jahr besonders dankbar?

Dankbar bin ich dem PSV-Trainerteam, das hervorragend mitzieht. Ob Len (Müller), ob Sandra (Scherer) oder Bongo (Kühner) und bis Ende Juni Luis (Arana Hurtado), sie alle sind Teil des Erfolgs. Aber nicht nur die, die in der Halle stehen, auch Ludwig (Kühner) als Abteilungsleiter, oder Ariane (Kiel-Freytag) als Redakteurin, die unsere Erfolge blitzschnell vermarktet, sind ein Puzzleteil unseres Erfolges. Und natürlich die finanzielle Unterstützung durch unseren Hauptverein und Förderverein runden das Gesamtpaket ab. Dankbar bin auch den Eltern unseres Nachwuchses, die erheblich in die Turniere investieren müssen und den Kampfrichtern, die uns auf den Turnieren begleiten.

Was hat dir 2026 im Traineralltag am meisten Spaß gemacht – unabhängig von Medaillen oder Erfolgen?

Für mich als Trainer stellt sich immer mehr die Frage, wie lange noch und in diesem Tempo und mit diesem Aufwand? Und dann schaue ich in die Augen der kleinen Steppkes und Mädels. Und wenn ich ihre leuchtenden Augen nach einer gelungenen Lektion sehe, dann bin ich glücklich und weiß, ich muss wohl noch eine Weile durchhalten.

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By kielariane / Editor on Juli 20, 2026